EARTH MATTERS

Bergson Gallery präsentiert EARTH MATTERS

EARTH MATTERS, die zweite Ausstellung der Bergson Gallery, lädt Dich zu einer interdisziplinären Reise durch die Naturwissenschaften ein und beleuchtet das fragile Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technologie. Mit künstlerischen Mitteln – mal analytisch, mal poetisch – ruft sie zu einem bewussten Umgang mit der Erde als lebendigem Wesen auf.

 

Gezeigt werden Werke von fünf Künstler:innen, deren Ansätze unsere Sinne auf vielfältige Weise ansprechen und aktivieren. Sie widmen sich zentralen Fragen unserer Zeit: den Folgen der Industrialisierung, dem menschlichen Optimierungsstreben sowie den unvorhersehbaren Konsequenzen technologischer Entwicklungen. Im Mittelpunkt stehen dabei ökologische Systeme, technische Artefakte und verborgene biologische Lebensformen von ungeahnter Schönheit – und ihr Potenzial, unabhängig vom Menschen oder gemeinsam mit ihm, positive Veränderungen zu erzeugen und globalen Einfluss zu nehmen.

 

Anhand von Bildern, Skulpturen, fotografischen Arbeiten, Videos und Rauminstallationen untersucht und reflektiert EARTH MATTERS in immersiven und eindrucksvollen Werken das, was sowohl die Natur als auch unsere Zivilisation auf der Erde hervorgebracht haben

 

Die Ausstellung möchte im Dialog mit den Besuchenden unter anderem folgende Fragen verhandeln:
Wo stehen wir heute – und wohin wollen wir uns entwickeln? Wie können wir verantwortungsvoll mit unserem Planeten umgehen? Und letztlich: Wie groß sind Einfluss und Freiheit des Menschen in einer Welt, die zunehmend von autonomen technologischen Kräften geprägt wird?

Die Künstler:innen
  • Seit über 30 Jahren bildet die Landschaftsfotografie den Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens von Olaf Otto Becker. Im Zentrum seiner Arbeit steht die fotografische Auseinandersetzung mit den Spuren, die der Mensch direkt oder indirekt in der Landschaft hinterlässt. Häufig stellt er Aufnahmen weitgehend unberührter Natur solchen gegenüber, die von menschlicher Vereinnahmung geprägt sind und begibt sich dafür in entlegene Regionen. 
  • Die multimediale Arbeit von Andreas Greiner umfasst zeitbasierte, lebende und digitale Skulpturen. Ein zentraler Aspekt seiner Praxis ist die Auseinandersetzung mit möglichen Erweiterungen klassischer Parameter der Bildhauerei. Inhaltlich konzentriert sich seine Arbeit auf den anthropogenen Einfluss auf die Evolution und Gestalt der Natur. Dies wird insbesondere durch „Monument for a contemporary dinosaur (ROSS 308)” in der Ausstellung verdeutlicht.
  • Kathrin Linkersdorff beobachtet die Transformationsprozesse von Blumen und Pflanzen und entwickelt Experimente, um Zustände zwischen Sein und Vergehen sichtbar zu machen. So entstehen szenische Bilder des Verfalls, die zugleich Anmut und Lebendigkeit verströmen. Ihr Interesse an organischen Pigmenten führte sie zuletzt in die Mikrobiologie, wo sie das Verhalten von Bakterien und deren farbigen Antibiotika untersuchte.
  • Die Arbeiten von Maximilian Prüferbewegen sich an der Schnittstelle von Kunst, Naturwissenschaft und Philosophie. Mit seiner eigens entwickelten Technik der „Naturantypie“ macht er die meist verborgenen Organisationsstrukturen von Insekten und anderen Lebewesen sichtbar und übersetzt ihre Bewegungsrhythmen in eine gleichsam analytische wie sinnlich erfahrbare Bildsprache.
  • Tamiko Thielentführt die Besucher:innen in ihren Werkserien „Plastocene Dreams“ und „Plastocene Reef“ mithilfe neuester Technologien in eine Unterwasserwelt aus Meereslebewesen und Plastik – ein eindrucksvolles Erlebnis, das die Folgen menschlichen Handelns unmittelbar spürbar macht. Zur Eröffnung wird eine monumentale, interaktive Videoprojektion im großen Atrium präsentiert. 
Dirk Tacke
Dirk Tacke
Dirk Tacke
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